Aktuelle Museums- und Ausstellungsarchitektur im Bestand
In den 1980er Jahren erlebte der Museumsbau eine Blüte, die weltweit zu spektakulären Neubauten führte. Doch auch immer mehr historische Gebäude werden inzwischen für ein Nutzung als Museum oder Ausstellungshalle erweitert oder umgebaut: darunter befinden sich das Musée d`Orsay in Paris, der Hamburger Bahnhof in Berlin oder die Tate Modern in London. In dieser Entwicklung spiegelt sich die wachsende Bedeutung von Museen ebenso wider wie die des Bauens im Bestand. Die vielfältigen architektonischen, städtebaulichen und künstlerischen Lösungen im Umgang mit dem historischen Bestand reichen von der behutsamen Ergänzung und Weiterentwicklung denkmalgeschützter Bauten bis zu einer intensiven Überformung und Neudefinition. Die internationale Tagung e-X-tension stellt herausragende aktuelle Beispiele für diese vielschichtige neue Museums- und Ausstellungsarchitektur im Bestand vor und verortet sie in der zeitgenössischen Museumsarchitektur.
Mit ihrem neuen, expressiven Ausstellungsflügel von Enrique Sobejano und Fuensanta Nieto gehört die Moritzburg in Halle zu den herausragenden Beispielen einer zeitgenössischen europäischen Museumsarchitektur. In ihrer Gestaltung verbinden sich Geschichte und Gegenwart miteinander. Daher bietet die Moritzburg einen hervorragenden Rahmen für die internationale Tagung e-X-tension. Mit der bewegten Dachlandschaft des neuen Ausstellungsf lügels der Moritzburg ist es Nieto Sobejano gelungen, eine intelligente Antwort auf das komplexe städtebauliche Umfeld der Moritzburg zu formulieren. Zugleich überzeugt das Innere des Museums als ein spannungsvoller Ausstellungsraum, in dem die Zeitschichten des Denkmals für die
Besucher erlebbar bleiben.
Idee, Konzept und Organisation der Tagung von Dr. Jürgen Tietz und Dr. Katja Schneider
www.kunstmuseum-moritzburg.de
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